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Ausstellung &
Künstler

Erlenweg 5

Der Erweiterungsbau soll ergänzend zum ersten Gebäude von 2013 verstanden werden: Die Sammlerin Nicola Erni zeigt in einem von ihr kuratierten Display die beiden Sammlungsschwerpunkte Fotografie und zeitgenössische Kunst. Dabei treten Kunst und Design in Dialog und ergänzen sich gegenseitig.

Zu sehen sind über 350 Werke von mehr als 20 Künstlern, die in einem offenen Raum-in-Raum Konzept gezeigt werden. Die Idee eines «Art Walk» lädt zum Flanieren durch den grosszügig und offen konzipierten Kunstraums ein. Dabei kann der Besucher u.a. unterschiedliche Perspektiven auf die einzelnen Ausstellungen als auch die Architektur mit ihren organischen Formen im Innenbereich von verschiedenen Winkeln entdecken.

Die in Auftrag gegebene Installation von Rashid Johnson wurde ortsspezifisch konzipiert und ist das Highlight des Foyers. Die weiteren Räumlichkeiten im Erdgeschoss bieten einen umfassenden Einblick in die Modefotografie. Eine grosse Auswahl an Fotografien von Peter Knapp, Peter Lindbergh und Paolo Roversi werden zum ersten Mal zusammen gezeigt. Alle drei Fotografen waren in Paris tätig und arbeiteten für namhafte Modemagazine und internationale Marken. Nicola Erni pflegt mit ihnen eine innige Freundschaft, die über die künstlerische Zusammenarbeit hinaus geht.

Im Obergeschoss befinden sich, neben weiteren Fotografien, Installationen, Skulpturen und Gemälde. Ausserdem werden grossformatige Werke von Daido Moriyama und Andy Warhol gefeiert und so ist ein Eintauchen in die Technik des Siebdrucks möglich.
Darüber hinaus durchlaufen die Besucher Räumlichkeiten mit Werken von Hassan Hajjaj, Sylvie Fleury, Miles Aldridge, Cindy Sherman, Nick Knight und Kollaborationen von Jean-Michel Basquiat & Andy Warhol und Weiteren.

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1. Schutzmasken im Innern empfohlen.
2. Vorweisen des Covid-Zertifikats.
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Ausgestellte Künstler

Miles Aldridge

Miles Aldridge (Brite, geb. 1964) ist ein Modefotograf, der in London lebt und arbeitet. Als Sohn des Art Directors und Illustrators Alan Aldridge entdeckte Miles seine Kreativität und Leidenschaft für die Fotografie schon in jungen Jahren. Er studierte Grafikdesign am Central Saint Martins College in London, wo er 1987 seinen Abschluss machte. In den 1990er Jahren begann er seine Karriere und arbeitete schon bald für bekannte Modemagazine und bedeutende Labels. Seine Fotografien sind bekannt für satte und leuchtende Farben, ein aufwändig gestyltes Set-Design und eine Art filmische Erzählung. Vor der Aufnahme plant Aldridge seine Fotografien auf Papier, von der Beleuchtung bis zur Farbpalette, um den für ihn typischen Kinoeffekt zu erzielen.

Doug Aitken

Doug Aitken (Amerikaner, geb. 1968) lebt und arbeitet in Los Angeles und ist als Multimedia-Künstler bekannt. Nach seinem Studium am Art Center College of Design machte er sich einen Namen mit architektonischen Interventionen und Installationen, die in den öffentlichen Raum eingreifen. Er setzt sich über Genredefinitionen hinweg und arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, darunter Fotografie, Video, Sound und Skulptur. Aitken zielt darauf ab, die Art und Weise, wie Kunst sein kann und wie wir Kunstwerke erleben, neu zu definieren. Mit seinem profunden Wissen und Verständnis der Geschichte der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, der experimentellen Musik und des Kinos ist Aitkens Kunst von einem Geist der Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen geprägt und wirft ein Licht auf den Zustand unserer mediengesättigten Kultur und Gesellschaft.

Gian Paolo Barbieri

Gian Paolo Barbieri (Italiener, geb. 1938) ist ein Modefotograf aus Mailand. Da er schon immer in einem kreativen Bereich arbeiten wollte, ging Barbieri schon in jungen Jahren nach Paris, um für eine kurze, aber intensive Zeit als Assistent von Tom Kublin, einem Fotografen des Harper's Bazaar, zu arbeiten. Im Jahr 1964 kehrte er nach Mailand zurück und eröffnete sein eigenes Fotostudio. 1965 kam er zu Vogue Italia und fotografierte das Cover der ersten Ausgabe. Er arbeitete nicht nur für die italienische, französische und amerikanische Vogue, sondern auch für renommierte Modemarken wie Armani, Yves Saint Laurent und Dolce & Gabbana. Im Jahr 1968 wurde er vom Magazin Stern zu einem der vierzehn besten Modefotografen der Welt gekürt. Er fotografiert immer noch bevorzugt mit analogen Kameras, was seinen filmischen Erzählstil deutlich beeinflusst.

Jean Michel Basquiat

Jean-Michel Basquiat (Amerikaner, 1960-1988) war ein Maler, der in New York lebte und arbeitete. Zur Malerei kam er über die Graffiti- und Hip-Hop-Szene, in der er bereits zusammen mit seinem Freund Al Diaz mit dem Graffiti-Tag "SAMO" bekannt geworden war. In einer Zeitspanne von nur acht Jahren schuf er ein ebenso faszinierendes wie komplexes Werk. Basquiat war sehr aufgeschlossen und belesen und liess neben autobiografischen Bezügen auch sein umfangreiches Wissen über die Strasse, über historische, soziokulturelle und kunstgeschichtliche Kenntnisse, über Literatur, Musik, Comics, Symbole und visuelle Bezüge aus Fernsehen und Massenmedien in seine Kunst einfliessen. Während seiner Schaffensperiode in den 1980er Jahren schloss er eine enge Freundschaft mit dem berühmten Pop-Art-Künstler Andy Warhol, mit dem er über 130 gemeinsame Werke schuf.

 

Elmgreen & Dragset

Michael Elmgreen (Däne, geb. 1961) und Inger Dragset (Norweger, geb. 1969) leben beide in Berlin und arbeiten seit 1995 als Künstlerduo unter dem Namen Elmgreen & Dragset. Mit ihrer Arbeit untersuchen sie Objekte in ihrem historischen, politischen, kulturellen und soziologischen Kontext und hinterfragen und überdenken den Status quo. Dabei bewegen sich Elmgreen & Dragset an der Grenze zwischen Kunst und Architektur, Installation und Performance. Der internationale Durchbruch gelang ihnen mit der Dauerinstallation Prada Marfa im Jahr 2005, als sie mitten in der texanischen Wüste einen gefälschten Prada-Laden installierten. Die Installation The Collectors war ihr Beitrag für den benachbarten dänischen und nordischen Pavillon auf der 53. Biennale von Venedig 2009. Seit 1997 stellen sie regelmässig in führenden internationalen Museen aus.

Sylvie Fleury

Sylvie Fleury (Schweizerin, geb. 1961) ist eine Künstlerin, die in Genf lebt und arbeitet. Sie arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, von der Fotografie über Video und Installation bis hin zur Performance. Ihr Humor und ihr kritischer Blick auf die Konsumgesellschaft unserer Zeit haben ihr weltweite Anerkennung eingebracht. Fleury ist bekannt für ihre Inszenierungen von Glamour, Mode und Luxusgütern, für die sie häufig Readymade-Objekte verwendet. Ihre glatten und verführerischen Arbeiten wirken auf den ersten Blick wie eine Affirmation des heutigen Konsumverhaltens, doch bei näherer Betrachtung offenbaren sie subtile Kommentare zur zeitgenössischen Geschlechterpolitik, zu Schönheitsnormen und zur allgegenwärtigen Kultur des Konsums.

Hassan Hajjaj

Hassan Hajjaj (Marokkaner, geb. 1961) ist ein Fotograf, Designer und Filmemacher, der zwischen London und Marrakesch lebt und arbeitet. Im Jahr 2005 präsentierte er seine erste Einzelausstellung, Fashion in Motion, Africa, im Victoria and Albert Museum in London, die die Anfänge seiner Karriere stark beeinflusste. Der Autodidakt ist einerseits von der Londoner Hip-Hop-, Reggae- und Clubszene beeinflusst, andererseits von seinem nordafrikanischen Erbe. Mit bunten Mustern, billigen Materialien von marokkanischen Märkten und gefälschten Markenlogos spiegelt sein Oeuvre seinen eigenen neo-nomadischen Lebensstil wider.

Duane Hanson

Duane Hanson (Amerikaner, 1925-1996) war ein Pionier der Objektkunst und ein wichtiger Vertreter des amerikanischen Hyperrealismus. Nach seinem Studium der Bildenden Künste an der University of Minnesota begann er, an amerikanischen und deutschen Universitäten Kunst zu unterrichten. Erst in den 1960er Jahren begann er, seine berühmten lebensgrossen Figuren zu formen. Hanson arbeitete vor allem mit polychromem Polyesterharz und Fiberglas, bemalte diese menschenähnlichen und anspruchsvollen Figuren mit Ölfarbe und kleidete sie anschliessend mit Accessoires ein. Auf diese Weise verwischt Hanson die Grenze zwischen Kunst und Realität und verwirrt den Betrachter wie beabsichtigt. Seine Werke stellen Menschen in alltäglichen sozialen Situationen dar, wobei er sich besonders auf amerikanische Archetypen wie die Arbeiterklasse oder die Randgruppen konzentriert.

Rashid Johnson

Rashid Johnson (Amerikaner, geb. 1977) ist ein in New York City lebender und arbeitender Konzeptkünstler. Die erste kritische Aufmerksamkeit erhielt er 2001, als seine Werke in der Ausstellung Freestyle im Studio Museum in Harlem gezeigt wurden. Johnson arbeitet mit verschiedenen Medien, darunter Malerei, Skulptur, Keramik, Fotografie, Film und monumentale Installationen. Sein Werk stützt sich auf autobiografische Bezüge und afroamerikanische Symbolik, insbesondere im Hinblick auf die von ihm verwendeten Materialien wie schwarze Seife, tropische Pflanzen, Sheabutter, Fliesen und Graffiti. Er thematisiert Fragen der kulturellen Identität und sozialen Zugehörigkeit sowie die damit verbundenen Emotionen.

Peter Knapp

Peter Knapp (Schweizer, geb. 1931) machte sich in den 1950er Jahren nach Abschluss seines Grafikdesign-Studiums an der Kunstgewerbeschule in Zürich einen Namen als Fotograf, Maler und Art Director. Peter Knapp übernahm 1953 die künstlerische Leitung der Illustrierten Nouveau Fémina und wechselte zwei Jahre später als Art Director zu den Galeries Lafayette. In den 1970er und 1980er Jahren arbeitete er als freiberuflicher Fotograf für Vogue, The Sunday Times und Stern. Knapps umfangreiches Werk integriert sowohl die angewandte als auch die bildende Kunst. Ob in der Malerei, der Modefotografie oder der Konzeptkunst, stets legt er grossen Wert auf die Ästhetik der Gesamtkomposition. Sein grafisch geprägtes Werk zeigt eine Bildsprache zwischen Repräsentation und Abstraktion.

Nick Knight

Nick Knight (Brite, geb. 1958) ist bekannt als Fotograf, «image-maker» und Filmemacher, der in London lebt und arbeitet. Er studierte Fotografie am Bournemouth and Poole College of Art and Design. Noch während seines Studiums veröffentlichte er 1982 seinen ersten Fotoband, Skinhead. Ab Mitte der 1980er Jahre schrieb er regelmässig für Zeitschriften wie i-D, Vogue, Dazed & Confused und Visionaire. Seine Modebilder sind hoch angesehen, da sie konventionelle Ideale und Parameter von Schönheit, Ästhetik und Fotografie selbst in Frage stellen. Im Jahr 2000 gründete Knight die bahnbrechende Mode-Website SHOWstudio.com, eine interaktive Plattform für die Verbreitung von Videos, Fotos und Illustrationen zum Thema Mode.

Peter Lindbergh

Peter Lindbergh (Deutscher, 1944-2019) war einer der berühmtesten Modefotografen der Welt. In den frühen 1960er Jahren studierte er an der Akademie der Künste in Berlin und arbeitete als Schaufensterdekorateur in einem Kaufhaus. Daraufhin begann er als Assistent des deutschen Fotografen Hans Lux zu arbeiten, wobei Lindbergh sein Interesse an der Modefotografie entdeckte. Lindbergh zog 1978 nach Paris und begann für die Vogue zu arbeiten, wo er für die italienische, englische, französische, deutsche und amerikanische Ausgabe fotografierte; in den folgenden Jahren sollte er schliesslich für die meisten wichtigen Modemagazine arbeiten. Mit seinem visionären Ansatz und seiner charakteristischen sachlichen, eleganten und gefühlsbetonten Ästhetik, typischerweise in Schwarz-Weiss, gelang es ihm, nicht nur die Schönheit der Models, sondern auch ihre Persönlichkeiten einzufangen. Er war auch einer der ersten Fotografen, der in seine Modeshootings Storylines einbaute.

Beatriz Milhazes

Beatriz Milhazes (Brasilianerin, geb. 1960) lebt und arbeitet in Rio de Janeiro. Sie ist vor allem für ihre farbenfrohen Kompositionen bekannt, in denen sie folkloristische Aspekte der brasilianischen Kultur mit der europäischen Moderne verrechnet. Ihre künstlerische Praxis und ihr Werk sind tief verwurzelt in ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro, ihrer urbanen Kultur und ihrer Umgebung, insbesondere in den botanischen Gärten. Mitte der 1990er Jahre entwickelte Milhazes ihre eigenwillige Technik der Farbcollagen, bei der sie zunächst ein Motiv auf eine durchsichtige Plastikfolie malt und diese dann auf die Leinwand klebt, um sie dann abzuziehen, wobei die Farbschicht übrig bleibt. Diesen Vorgang wiederholt sie bei jedem Werk mehrmals, so dass ein vielschichtiges, aber flaches Bild in ihrem charakteristischen, lebendigen Stil entsteht, das sowohl florale als auch abstrakte Elemente, geometrische Formen und rhythmische Muster enthält.

Daido Moriyama

Daido Moriyama (Japaner, geb. 1938) ist ein Fotograf, der in Tokio lebt und arbeitet. Als Assistent des japanischen Fotografen Eikoh Hosoe begann Moriyama in den frühen 1960er Jahren, Schwarz-Weiss-Aufnahmen in den Strassen Tokios zu machen. Er hielt die sozialen und kulturellen Veränderungen und das urbane Umfeld in Tokio fest und dokumentierte die Auswirkungen traditioneller Werte auf die moderne Gesellschaft des Nachkriegsjapan. 1968 gründete Moriyama zusammen mit vier anderen japanischen Fotografen die Zeitschrift Provoke, die als Plattform für eine neue Bewegung und eine neue Bildsprache in der japanischen Fotografie diente. Der amerikanische Pop-Art-Meister Andy Warhol und der in den USA geborene Fotograf William Klein waren frühe zeitgenössische Einflüsse auf Moriyama, der später seinen eigenen unverwechselbaren Stil und seine eigene Ästhetik entwickeln sollte.

Helmut Newton

Helmut Newton (Deutscher, 1920-2004) war einer der wichtigsten und umstrittensten Fotografen des zwanzigsten Jahrhunderts. Jahrhunderts. 1936 begann er eine Lehre bei dem deutschen Fotografen Yva in Berlin. Nachdem er zwei Jahre später aus Deutschland fliehen musste, liess er sich in Australien nieder und eröffnete in Melbourne ein auf Modefotografie spezialisiertes Fotostudio. Als er in den 1950er Jahren zusammen mit seiner Frau June Browne, bekannt als Alice Springs, nach Europa zurückkehrte, wurde Newton von der britischen Vogue angeworben. Er zog nach Paris, wo er bis Ende der 1970er Jahre lebte, und arbeitete für zahlreiche Zeitschriften, wobei er seine einzigartigen Schwarz-Weiss-Szenen mit weiblichen Akten, seine berühmten "Femme fatales", entwickelte. In den 1980er Jahren lebte er in Monte Carlo und Los Angeles, wo er seine Arbeit als Modefotograf fortsetzte. Eines von Newtons letzten Projekten, das 2003 begann, war die Gründung der Helmut-Newton-Stiftung, die im Museum für Fotografie in seiner Geburtsstadt Berlin untergebracht ist.

Rankin

Rankin (Brite, geb. 1966) ist Porträt- und Modefotograf, Verleger und Filmregisseur. Er studierte am London College of Communication und gründete 1991 das Magazin Dazed & Confused, eine äusserst einflussreiche Plattform für Designer, Stylisten, Fotografen und Autoren. Als Fotograf und Regisseur hat er wegweisende redaktionelle und Werbekampagnen für einige der grössten und bekanntesten Publikationen, Marken und Wohltätigkeitsorganisationen wie L'Oréal, Women's Aid und Dove sowie Musikvideos für Miley Cyrus oder Tinie Tempah geschaffen.

Paolo Roversi

Paolo Roversi (Italiener, geb. 1947) lebt und arbeitet als Fotograf in Paris. Sein Interesse an der Fotografie wurde während eines Familienurlaubs in Spanien geweckt, was dazu führte, dass er seine gesamte Freizeit damit verbrachte, sich mit seiner neu entdeckten Leidenschaft zu beschäftigen. 1974 reiste er nach Paris, wo er Assistent des britischen Fotografen Laurence Sackman wurde und daraufhin Aufträge für Elle, Marie-Claire, Vogue und Harper's Bazaar sowie Werbekampagnen für Romeo Gigli, Comme des Garçons und Yoji Yamamoto annahm. Roversi ist dafür bekannt, mit 8×10 Polaroid-Film zu fotografieren, und er hat erklärt, dass er so viel davon gekauft hat, wie er finden konnte, bevor die Produktion eingestellt wurde. Seine minimalistische Herangehensweise an die Porträtfotografie und seine wunderbar eindringlichen und unverstellten Aufnahmen stehen im Gegensatz zu der Tendenz der Modeindustrie, zu enthüllen und zu retuschieren.

Julian Schnabel

Julian Schnabel (Amerikaner, geb. 1951) ist ein Maler, Filmemacher und Fotograf, der zwischen New York und Montauk, Long Island, lebt und arbeitet. Schnabel studierte von 1969 bis 1973 Bildende Kunst an der University of Houston und besuchte anschliessend das Independent Study Program am Whitney Museum of American Art. Die Inspiration für seine berühmten grossformatigen Gemälde aus zerbrochenen Keramiktellern fand er während seiner ersten Reise nach Barcelona in der Architektur von Antoni Gaudí. Neben den Tellerbildern experimentiert Schnabel mit einer Vielzahl von Materialien und Trägermaterialien, um seine monumentalen Werke zu schaffen. In seinem eklektischen und ausdrucksstarken Stil verbindet er literarische und malerische Referenzen aus der Vergangenheit mit abstrakten Zeichen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Julian Schnabel auch als Produzent und Regisseur von Filmen tätig, darunter Before Night Falls (2000) und At Eternity's Gate (2018).

Cindy Sherman

Cindy Sherman (Amerikanerin, geb. 1954) ist eine in New York City lebende und arbeitende Fotografin. Sherman wurde mit der so genannten Generation der Bilder in Verbindung gebracht, die in den 1970er Jahren erwachsen wurde und auf die Massenmedien, einschliesslich Werbung, Film und Zeitschriften, mit ihrer Kunst reagierte. Während ihres Studiums am Buffalo State College in New York begann sie sich mit der Idee auseinanderzusetzen, sich als verschiedene Figuren zu verkleiden und sich selbst mit der Kamera zu fotografieren. Die in den 1970er Jahren entstandene Selbstporträtserie Untitled Film Stills gilt als entscheidend für die Entwicklung ihres späteren Werks. In ihrer Fotografie analysiert Sherman Geschlechterstereotypen, Identität und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Schönheit. In jüngerer Zeit hat sie ihren Fokus auf Körperlichkeit und den Körper gerichtet, indem sie Puppen und Körperprothesen als Ersatz für ihren eigenen Körper verwendet.

Christopher Thomas

Christopher Thomas (Deutscher, geb. 1961) ist bekannt für seine Landschafts- und Stadtbildfotografie. Kurz nach Abschluss seines Studiums an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie begann er für mehrere renommierte deutsche Magazine zu arbeiten, darunter Stern, Geo und Süddeutsche Zeitung Magazin. Seine fortlaufenden Städteporträtserien begannen mit den Münchner Elegien und wurden von anderen Städten und Regionen wie Venedig, Paris, New York und dem Engadin in der Schweiz fortgesetzt. Die Serie New York Sleeps, die zwischen 2001 und 2009 entstand und bei Schirmer/Mosel erschienen ist, wurde mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. Für sein jüngstes publiziertes Fotoprojekt Bittersweet, an dem er seit Anfang der 2000er Jahre arbeitete, dokumentierte er verlassene Orte auf der ganzen Welt.

Andy Warhol

Andy Warhol (Amerikaner, 1928-1987) zog von Pittsburgh, Pennsylvania, nach New York City, um als Werbegrafiker zu arbeiten. Die ikonischen Siebdruckbilder Campbell's SoupCans (1962) markierten den Beginn seiner Karriere als Maler und können als Katalysator für seine späteren fotografischen Siebdrucke und die Verwendung von Serienbildern angesehen werden. Er arbeitete in einer Vielzahl von Kunstformen, darunter Performance-Kunst, Filmemachen, Schreiben und Fotografie. Sein 1964 eröffnetes Atelier The Factory wurde zu einem renommierten kulturellen Hotspot. Zwischen 1984 und 1985 arbeitete Warhol mit dem amerikanischen Künstler Jean-Michel Basquiat an einer Reihe von Gemälden zusammen. Indem er die Methoden der Massenproduktion einsetzte und kommerzielle Produkte zum Thema machte, revolutionierten seine Werke in verschiedenen Medien die Rezeption der bildenden Kunst und machten ihn zu einer der Schlüsselfiguren der amerikanischen Pop-Art-Bewegung.

Emma Summerton

Emma Summerton (Australierin, geb. 1970) ist eine Modefotografin, die zwischen London und New York City lebt und arbeitet. Von 1988 bis 1992 studierte sie Fotografie an der National Art School in Sydney und assistierte anschliessend mehreren Modefotografen. Als sie sich in London niederliess, veröffentlichte das britische Magazin Dazed & Confused 2005 ihr erstes Mode-Editorial, das aus einer Serie von Selbstporträts auf Polaroids bestand. Mit ihrem fundierten technischen Wissen strebt sie danach, die natürliche weibliche Schönheit und den Zeitgeist der heutigen schnelllebigen Modeindustrie einzufangen. Sie hat ein umfangreiches Netzwerk kommerzieller Kunden aufgebaut, darunter Prada, Miu Miu und Burberry, und hat Titelbilder für das W Magazine, die Vogue China und die Australian Vogue gemacht. In den letzten zwei Jahren hat Summerton begonnen, in bewegten Bildern für Modemagazine und kommerzielle Marken zu arbeiten.